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Rolf Pohl


Der Privatdozent Dr.phil Rolf Pohl lehrt am Sozialpsychologischen Institut der Leibniz-Universität Hannover. Ein für das Sommer-Semester 2009 angekündigtes Seminar trägt den bezeichnenden Titel: Männlichkeit als kulturelles und psychosoziales Konstrukt.

Zu seinem Buch Feindbild Frau - Männliche Sexualität, Gewalt und die Abwehr des Weiblichen gibt der Offizin-Verlag u.a. folgende Inhaltsangaben :

Sexuelle Gewalt ist männlich. Täglich konfrontieren uns die Medien mit Berichten über "normale" sexuelle Belästigungen, Vergewaltigungen oder gar Sexualmorde. Was sind die tieferen Ursachen für dieses Verhalten? Rolf Pohl kommt zu der Erkenntnis, daß diesen Gewaltformen eine ambivalente bis feindselige Einstellung zu Frauen zugrunde liegt, die als Tendenz bei fast allen Männern nachweisbar ist. Weiblichkeit wird von Männern unbewußt als Bedrohung erlebt und deshalb abgewehrt.

[...]

Die typisch männliche Gewaltbereitschaft entspringt einer aus Lust, Angst, Neid, Wut und Hass bestimmten unbewußten Einstellung zur Weiblichkeit.

Weitere Leitideen des Pohl'schen Denkens erfahren wir aus Kapitel-Überschriften des Inhaltsverzeichnisses:

Wahn, Perversion und Gewalt - Elemente der männlichen Geschlechtsidentität...341

Die Penifizierung der Sexualerregung und die Dehumanisierung der Frau...365

Die Angst des Mannes vor dem weiblichen Geschlecht...388

Sexualisierung der Waffen und aggressive Aufladung der männlichen Genitalität...436

Derartige Formulierungen erwecken den Eindruck einer ins Akademische erhobenen pornografischen Begierde.

Die verallgemeinernde Zuschreibung von Angst und Haß auf Männer in ihrem Verhältnis zu Frauen kann jedenfalls nur noch als paranoid oder wahnhaft bezeichnet werden und ist insofern ein Musterbeispiel sexistischer Systembildung.

Ich werfe Rolf Pohl vor:

  • Sexistische Ideologisierung von Studenten sowie mutwillige Gefährdung des Geschlechterfriedens durch Schaffung eines männlichen Feindbildes.

Diese Bewertung soll keine Aufforderung sein, die Lehr- und Meinungsfreiheit einzuschränken. Jedoch täte die Universität gut daran, einen Willen nach Ausgewogenheit erkennen zu lassen. Zum Beispiel durch Einstellung eines Dozenten, der auf die gleiche verallgemeinernde Weise, wie Pohl es tut, den Frauen - und nicht nur gewissen Feministinnen - Angst- und Haßgefühle dem anderen Geschlecht gegenüber zuschreibt.

Auf diese Weise würden Feindbild-Ideologien, wie Rolf Pohl sie aufgebaut hat, ad absurdum geführt.

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