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Moderata Fonte, Venezianerin, ist die erste mir bekannte (Differenz-)Feministin. Ihr Buch, das in der deutschen Übersetzung durch Daniela Hacke (Verlag C.H.Beck, 2001) den Titel trägt: Das Verdienst der Frauen. Warum Frauen würdiger und vollkommener sind als Männer, erschien erstmals im Jahre 1600. Der Titel ist bereits aussagekräftig genug, um die Autorin als Sexistin zu kennzeichnen.
Das Buch handelt von einem Gespräch unter sieben Frauen in dem sehr schönen Garten der jungen Witwe Leonora. Adriana legt das Thema fest: Die Männer. Darüber findet nun eine zwei Tage währende Kontroverse statt, bei der aber die Männer (als Ehermänner und als solche) insgesamt eine vernichtende Bewertung erfahren.
Leonora, Erbin des allerseits gelobten Gartens, lobt Gott dafür, daß er sie von ihrem Ehemann "befreit" habe, und spricht:
Sie gibt also zu verstehen, daß der Ehemann überflüssig geworden ist, nachdem er die Frau bereichert hat. Ebenso zynisch äußert sich Corinna:
Die Beurteilung des Mannes durch die Frau entspricht hier ziemlich genau der des Negersklaven durch durch weiße Sklavenhalter, wie sie unter Rassisten damals geläufig war.
Ich werfe Moderata Fonte vor:
P.S.: Eine Rezension durch Rolf Löchel unter dem Titel "Lieber ein Schwein als ein Mann" findet sich hier.