Sexistinnen-Pranger

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Elizabeth Gould Davis (1910-1974)


In ihrem Buch "Am Anfang war die Frau" (1977, 1983; Original: The First Sex, 1971) liest man Sätze wie etwa diese:

Die Geschichtsschreibung beginnt mit einer patriarchalen Revolution. Laßt sie uns mit der matriarchalen Gegenrevolution fortsetzen; das ist die einzige Hoffnung für das Überleben der menschlichen Gattung. (S.11)

Wie diese Revolution auszusehen habe, beschreibt E.G.Davis nicht. Vgl. hierzu S.M.Gearharts Forderung, den männlichen Anteil an der Weltbevölkerung auf 10% zu reduzieren. Dies mag gerechtfertigt erscheinen unter folgender Prämisse:

Die ersten Männer waren Mutanten, Mißgeburten, hervorgerufen durch einen Genschaden, der vielleicht durch eine Krankheit oder ein Strahlenbombardement von der Sonne verursacht wurde. (S.27)

Derartige Behauptungen, die sich fortsetzen in solchen über den Unwert des Y-Chromosoms, wie etwa diese:

Denn der Mann ist nur ein unvollkommenes Weib. Genetiker und Physiologen sagen uns, daß das Y-Chromosom, das das männliche Geschlecht bewirkt, ein verformtes weibliches X-Chromosom ist. [...] Es erscheint sehr logisch, daß dieses kleine und verdrehte Y-Chromosom ein genetischer Irrtum ist, ein Unfall der Natur, und daß es ursprünglich nur ein Geschlecht gegeben hat, nämlich das weibliche. (27)

stellen nicht nur Musterbeispiele des extremen Sexismus dar, sondern zeugen zudem von gröbstem Biologismus, der vermeintlich biologische Erkenntnisse in den Dienst des ideologisierten Männerhasses stellt. Hierzu noch eine Kostprobe:

Der Mann ist ein Feind der Natur: Das Töten, das Roden, das Einebnen, die Verunreinigung und die Zerstörung sind seine instinktiven Reaktionen auf die ursprünglichen Erscheinungen der Natur, die er im Grunde fürchtet und denen er mißtraut.

Die Frau dagegen ist eine Verbündete der Natur, ihre Instinkte umfassen das Umsorgen, das Nähren, die Unterstützung gesunden Wachstums und die Einhaltung des ökologischen Gleichgewichts.

Sie hat die natürliche Begabung, die Führung der Gesellschaft und der Kultur innezuhaben, und dass der Mann sich ihre ureigene Autorität angeeignet hat, ist die Ursache für das außer Kontrolle geratene Chaos, das die Menschheit unaufhaltsam in die Barbarei zurückführt.(S.347)

Die weibliche Gesellschaft, die E.G.Davis uns als Alternative vorstellt, ist eine solche,

die von weiblichen Eigenschaften wie Selbstlosigkeit, Mitgefühl und Einfühlungsvermögen bestimmt ist. (348)

E.G.Davis ist freilich kein gutes Beispiel für die genannten weiblichen Eigenschaften, denn das ganze Buch (welches ansonsten viele interessante Ansichten bietet) ist durchzogen von sexistisch-ideologischem Scheuklappen-Denken, Angst, Haß und krassem Mangel an Einfühlungsvermögen in das männliche Geschlecht.

Ich werfe ihr vor:

  • Sexistische Verunglimpfung der Hälfte der Menschheit.

Vgl. hierzu auch meinen Artikel Feminismus als an sich selbst verzweifelnde Männlichkeit.

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