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Behörden und Organisationen


Arbeiterwohlfahrt


In seinen "Standards für die Frauenhäuser der Arbeiterwohlfahrt" schreibt der Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V. Bonn in der "Präambel" über sich:

Die ARBEITERWOHLFAHRT (AWO) wurde 1919 gegründet und ist aus den Ideen des demokratischen Sozialismus der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung entstanden. Sie ist der einzige Verband der Freien Wohlfahrtspflege, der von einer Frau gegründet wurde.

Nun ist die Tatsache, daß der Verband durch eine Frau gegründet wurde, symbolisch, sicher aber nicht ursächlich für die spätere geschlechtliche Parteilichkeit des Verbandes. Was in dem erwähnten Text jedenfalls auffällt, sind Sexismen wie diese:

Solidarität
Die AWO vertritt die Interessen in Not geratener und unterprivilegierter Menschen. Solidarität in der Frauenhausarbeit bedeutet daher Parteilichkeit für die Frauen und ihre Kinder.

Darin werden also Männer vom Menschsein eindeutig ausgeschlossen, denn zum Menschsein gehört einfach die Möglichkeit des Notleidens. Darum ist dies ein eklatanter Fall ideologischer, hier: sexistischer Gewalt. Das wird sofort deutlich, wenn man die Ausdrücke modifiziert, ohne die prinzipielle Bedeutung zu ändern:

Solidarität
Die WWO (Name geändert) vertritt weltweit die Interessen in Not geratener und unterprivilegierter Menschen. Solidarität in der arischen Enklave bedeutet daher Parteilichkeit für reinrassige Deutsche und ihre Kinder.

Handelt es sich bei dem Original-Zitat also um einen rhetorischen Unfall? Zunächst könnte es so scheinen, denn viele andere Äußerungen in diesen "Standards" sind ebenfalls sexistisch, jedoch auf subtile Weise. Sie arbeiten mit gewissen rhetorischen Tricks, nämlich:

  1. der impliziten Gleichsetzung von neutral und gynozentrisch, sowie

  2. der impliziten Gleichsetzung von "patriarchal" (oder männlich) mit gewalttätig.

Hierfür nur ein Beispiel:

Gerechtigkeit
Gerechtigkeit ist begründet in der Unantastbarkeit der Würde aller Menschen und setzt die Gleichstellung von Mann und Frau entsprechend des Grundgesetzes, Artikel 3, voraus.
Die Frau hat das Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit.

Im ersten Satz steht "Mann und Frau"; im zweiten Satz verschwindet der Mann im kontextualen Dunkel. Zwar wird nicht fortgefahren: "Nur die Frau hat das Recht..." (was erkennbar falsch wäre); es wird aber auch nicht gesagt "Auch die Frau hat das Recht...", wie es korrekt heißen müßte.


Das Frauenhaus Schwalm-Eder der AWO hat derartige Masken nicht mehr nötig. Auf der Unterseite "Gewalt" finden wir zunächst einen Auszug aus dem Grundgesetz, nämlich...

Gewalt

Art. 1 Abs. 1GG: "Die Würde des Menschen ist unantastbar, sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlicher Gewalt ..."

Art.2 Abs. 2GG: "Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit ..."

In der Folge gilt das Jeder aber bald nicht mehr, und die gynokratische Definitionshoheit tritt in Kraft:

Psychische Gewalt

Er peinigt sie durch einschüchtern, Beleidigungen, bedrohen, Angst machen, Eigentum zerstören und einsperren.

Soziale Gewalt

Er nutzt seine "männlichen Privilegien", behandelt sie als Dienerin, trifft alle Entscheidungen allein, benutzt die Kinder als Druckmittel, macht die Frau im sozialen Umfeld schlecht.

Sexuelle Gewalt

Die Partnerin wird angegriffen, sexuell genötigt und/oder vergewaltigt, als Sexobjekt herabgewürdigt.

Ökonomische Gewalt

Er erteilt Arbeitsverbot, er teilt das Geld zu, verweigert es oder nimmt es ihr weg.

Die meisten dieser Muster-Vorwürfe sind natürlich lächerlich, einige grotesk, vor Allem: "[Er] benutzt die Kinder als Druckmittel." Weltweit pfeifen es die Spatzen von den Dächern, daß in Deutschland unzählige Mütter die Kinder als Druckmittel benutzen und selber bestimmen, ob und unter welchen Bedingungen ein Umgang des Kindes mit dem Vater zustandekommt - einfach, weil das entsprechende Gesetz nicht zur Anwendung kommt.

Der Kuriosität halber sei auch zitiert, was die Arbeiterwohlfahrt im Detail unter frauenhaus-relevanter "psychischer Gewalt" versteht:

ständige Kritik, verspotten, Anschuldigungen, das Zurückhalten von Komplimenten und anderen Formen emotionaler Unterstützung, Untreue, Drohung mit Gewalt oder Selbstmord, Drohung die Kinder wegzunehmen oder zu verletzen, schweigen, Schrecken einjagen (z.B. durch zu schnelles Auto fahren) und vieles mehr. [Hervorhebungen durch mich.]

AWO-Frauenhaus Schwalmeder

So besehen, hat ganz sicher, wie offiziell behauptet wird, jede vierte Frau schon Gewalt erfahren. Aber mindestens ebenso häufig wohl auch jeder vierte Mann! Mit Ausnahme natürlich des Schrecken-einjagens durch zu schnelles Autofahren.

Wie das Bild rechts zeigt, werden in den AWO-Frauenhäusern auch Kinder sexistisch instrumentalisiert.

Der Einfluß der Arbeiterwohlfahrt auf die sexistische Ideologisierung unserer Gesellschaft sollte nicht unterschätzt werden, denn:

Die AWO ist Trägerin von ca. 37 Frauenhäusern (Stand November 2004). Sie hat eine Rahmenkonzeption für die Arbeit der Frauenhäuser erstellt, die die Grundlage für die Arbeit der Frauenhäuser bildet.

Ich werfe der Arbeiterwohlfahrt vor:

  • Sexistisch orientierte Volksverhetzung
  • Beihilfe zur Zerstörung von Familien
  • sexistische Instrumentalisierung von Kindern

Gerechterweise bleibt jedoch auch festzustellen, daß die Arbeiterwohlfahrt sich nicht nur der Unterstützung von Frauenhäusern widmet.

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