Sexistinnen-Pranger

Behörden und Organisationen


Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen (Eingestellt am 11-3-2011)


Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen in Berlin hat eine Netzseite mit dem Titel Hinter deutschen Wänden eingerichtet, in der folgende zwei Grafiken zum Download angeboten werden:

Tapete 1Tapete 2

Der diesen Grafiken zugeordnete Text lautet:

Bild zeigt blau gemusterte Wohnzimmertapete. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass das Muster nicht aus Blüten sondern Fäusten und Gürteln besteht.

beziehungsweise:

Bild zeigt rot gemusterte Wohnzimmertapete. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass das Muster nicht Aus Blüten sondern Fäusten, Gürteln einem Mann und einer Frau besteht.

Es wird also von dem Mittel der unterschwelligen Bewußtseins-Manipulation Gebrauch gemacht.

Doch auch die gröberen Mittel kommen zum Einsatz. So lesen wir im Text oberhalb der Grafiken:

Auf Großplakaten, in U-Bahnhöfen und auf City Cards - also im gesamten Stadtbild finden sich die Motive. Parallel hierzu wurde ein Kinospot produziert, der in 38 großen und kleinen Kinos der Hauptstadt zu sehen ist und auch in abgewandelter Form im Berliner Fenster gezeigt wird. Wir hoffen mit dieser Aktion mehr Menschen für diese wichtige Thematik zu sensibilisieren und die Öffentlichkeit zum Hinsehen und Helfen zu bewegen.

 


 

Was aber ist die Botschaft, die mit dieser Kampagne unter das Volk gebracht werden soll? Sie lautet wie folgt:

Gewalt gegen Frauen und Kinder ist die häufigste Form von Gewalt weltweit und zieht sich durch alle sozialen Schichten. Sie findet meist zu Hause statt, gerade dort also, wo Schutz und Geborgenheit gesucht werden.

Sofern man diese Aussage auf den millionenfachen pränatalen Massenmord bezieht (für den rechtlich allein Frauen verantwortlich sind), trifft dies zu. Doch genau das ist nicht gemeint. Vielmehr lautet die neue Schuldzuweisung wie folgt:

Häusliche Gewalt wird in ca. 80% der Fälle von Männern ausgeübt.

Daß diese Behauptung falsch ist, ist seit vielen Jahren bewiesen (vgl. die Netzseite Schlägerinnen-Stopp!) und wird inzwischen selbst vom BMFSFJ zugegeben. Ein großer Teil der rein wissenschaftlichen (d.h. nicht von politischer Seite in Auftrag gegebenen) Studien kommt sogar zum Ergebnis, daß häusliche Gewalt überwiegend von Frauen ausgeht.

Wie manipulativ die Senatsverwaltung vorgegangen ist, zeigt sich auch an der Behauptung von den 16.285 "Fällen" häuslicher Gewalt:

In Berlin wurden im Jahr 2009 16.285 Fälle häuslicher Gewalt bei der Polizei registriert.

Der Rechtsanwalt Robert Schulte-Frohlinde, welcher gegen diese Kampagne Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht hat, weist darauf hin, daß zum fraglichen Zeitraum durch die Amtsanwaltschaft 14.529 Verfahren eingeleitet worden waren, von denen jedoch 10.164 eingestellt wurden, davon 91,4 %, weil die Ermittlungen keinen genügenden Anlaß zur Erhebung der öffentlichen Klage ergaben. Es wurden durch die Beklagte also bewußt Anklagen mit Fällen gleichgesetzt und somit Angaben gefälscht, um die Öffentlichkeit zu manipulieren.

Ich werfe der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen vor:

  • Sexistische systematische Volksverhetzung
  • Subtile Bewußtseins-Manipulation durch unterschwellig wirksame Mittel (hier: Tapetenmuster)
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